Wie werde ich Tanzsportler:
Die Grundausbildung erhalten die meisten Tanzbegeisterten in einer der über 100 Tanzschulen Österreichs.
Die österreichische Tanzschule ist eine der ältesten Tanzschulorganisationen der gesamten Tanzwelt und blickt somit auf eine 2 - Jahrhunderte alte gesellschaftspolitische Tradition zurück. Ihre Aufgabe ist für die große Mehrheit der Tanzbegeisterten das Vermitteln von Grundkenntnissen der beliebtesten Tanzformen der Welt. Die Tanzschule bietet den Rahmen für gepflegte Freizeitgestaltung und gelebte Lebenskultur.
Freude an dieser Freizeitgestaltung motiviert immer mehr Menschen weiterführende Kurse zu besuchen und sich auch im Rahmen der tanzschulinternen Wochenendveranstaltungen länger diesem schönen Hobby zu widmen. Medaillentests und Schulmeisterschaften bieten allen, die das wollen, die erste Gelegenheit “Turnierluft” zu schnuppern.
Wer sich dann entschließt, eine Laufbahn als Turniertänzer einzuschlagen hat folgende Möglichkeiten:
Nach dem Erlernen des kleinen 1 x 1 im Tanzen in einer der Tanzschulen in Österreich, steht in Tanzsportclubs oder Turniertanzkreisen, die im Verband der Amateure – ÖTSV - organisiert sind, und oft gleich in Verbindung mit einer Tanzschule stehen, die Tür zu einem erfolgreichen Tanzsportler offen.
Die Ausbildung dort übernimmt entweder ein staatlich geprüfter Amateurtanzsporttrainer oder ein entsprechend ausgebildeter Professionaltrainer aus dem In - oder Ausland.
Vom Übungsleiter über den staatlich geprüften Trainer bis zum Professional Toptrainer stehen grundsätzlich alle Möglichkeiten für Tanzsportbegeisterte zur Verfügung.
| ·Romy & Josef Jakob aus Linz |
| ·Hans Peter & Luise Pfeifer Linz |
| ·Hans Peter & Inge Fischer (mehrfache Welt und Europameister) |
| ·Ferry & Waltraud Polai Innsbruck (10 - fache österreichische Meister, Finalisten EM und mehrfache siebente der Weltmeisterschaften ) |
| ·Walter Aigner & Ingrid v. Szell, Semifinalisten bei Weltmeisterschaften |
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| ·Manfred Zehender und Michaela Heintzinger (ebenfalls in Standard unter den besten 12 der Welt bei den Professionals, Finalisten bei WM und EM bei den Amateuren) |
| ·Julia Polai (siebente der Weltmeisterschaft) |
| ·Alexander Kreissl & Christina Auer (Semifinalisten in Kombination) |
Ein gut durchdachtes System, das die Startmöglichkeiten in Altersgruppen und Klassen unterteilt, gibt den Paaren optimale Motivation, mit dementsprechenden Platzierungen die nächsthöheren Klassen - bis zur höchsten, der Sonderklasse - zu erreichen.
In dieser Klasse (S-Klasse) werden die Staatsmeisterschaften ausgetragen und die sogenannte Nationalmannschaft gebildet, die Österreichs Farben bei den internationalen Titelturnieren der Amateurtanzszene vertreten dürfen.
Man unterscheidet die Standard-, die Lateinamerikanische Sektion und den Formationstanz. Weiters werden ebenso Kombinationsturniere getanzt (Standard + Latein), die ein hohes tänzerisches Niveau in beiden Sektionen erfordern.
In neuerer Zeit werden auch Latein und Standard Showtanzmeisterschaften zur Austragung gebracht. Diese Turniere werden speziell bei den Profis getanzt, haben aber auch bei den Amateuren Einzug gehalten. In Österreich werden sie als Pilotprojekt (ohne Trennung in eine Standard oder Lateinamerikanische Disziplin) abgehalten.
Nach einer Amateurkarriere steht einer Laufbahn als Profi nichts mehr im Wege. Viele der Spitzenpaare der Amateure entscheiden sich für diesen Wechsel ins Lager der Professionals.
Der Weltverband des WD&DSC - World Dance & Dance Sport Council - vereint die Créme de la Créme des Tanzsports, ob es der 14 - fache Weltmeister Donnie Burns MBE mit seiner Partnerin Gaynor Fairweather sind, oder Bill und Bobbie Irvine MBE, Rudi Trautz, oder in der Gegenwart Carmen und Brian Watson und die vielen Spitzenpaare Italiens, Russlands und anderer Tanzsportnationen. Natürlich gibt es auch in der Profiliga des Tanzens, wie auch in anderen Sportarten, Niveau und Leistungsunterschiede.
Die Professionals sind aber sozusagen die Championsliga des Tanzsports, sie sind die Lehrmeister der, aus dem Gesellschaftstanz entstandenen Tanzsportszene weltweit.
In Österreich ist es der PTVÖ (Professionalturnierverband Österreichs) im VTÖ (Verband der Tanzlehrer Österreichs), der für den Professional Tanzport zuständig ist. Und auch unser kleines Land hat in den letzten Jahrzehnten erfolgreiche Professionals herausgebracht:
Wer den direkten Weg ins Profilager einschlagen möchte, muss seine tänzerische Qualifikation vor einer Kommission des PTVÖ unter Beweis stellen und kann sich über diverse Qualifikationsturniere, sogenannte Rising Star Turniere, für höhere Aufgaben empfehlen.
Dipl. VW. Ferenc Polai
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